Essays und Gedichte

 
„Wir werden Euch führen, wohin ihr uns wollt!“ Mit diesem (scheinbar) paradoxen Satz habe ich schon vor vielen Jahren Populismus charakterisiert. Diktaturen brauchen neben Geheimdiensten und Gewalt auch populistische Elemente, mit denen sich Herrschende und Beherrschte aneinander berauschen. Unser Flüchtlingshelfer am Bosporus macht das beispielhaft vor und treibt damit noch Innenpolitik in Deutschland. Der Satz, „Mid uns komma’s jo mache...“ ist leider allzu wahr.

Aber auch demokratische Systeme sind nicht frei von populistischen Beziehungen. Populismus beschreibt

Einst war ich auf einer Demonstration gegen den Block9 im Großkraftwerk Mannheim, weil ich glaube, wir müssen fossile Energieträger überwinden. Aber ich kann auch Argumente der Befürworter vom Block9 nachvollziehen. Sie sind nicht meine Feinde, sondern Partner im demokratischen Diskurs. In den komplexen Fragen vom vernünftigen Umgang mit Materie und Energie unterliegen meine wie ihre Einschätzungen dem Irrtumsrisiko.

Bei der Demo war ich von heftigen Block9-Gegnern umgeben, einige mit der Zigarette in der Hand. Meine Frage,

Kaum perlt der Neckar aus dem Schwenninger Moos, neckt er den Himmel und tut, als wolle er süd-ostwärts zur Donau. Rasch aber wendet er sich nach Norden, fließt dann Richtung Nord-Ost zwischen dem Ostufer des Schwarzwaldes und dem Westufer der Schwäbischen Alb. Kurz vor Stuttgart fällt ihm ein, wo er wirklich hinwill:

Der bekannteste Garten der Welt ist wohl der Garten Eden, das Paradies. Der mythische Garten in der Geschichte des Menschen, Urbild aller Gärten. Ob es ihn je als Stück Land gegeben hat, ist nicht wichtig. Er ist lebendig bis zum heutigen Tag als Erinnerung, Idee, Wunschtraum und Erlösungsort. Auch in anderen Kulturen stellen sich Menschen das Paradies, den Zustand umfassenden Glücks, als Garten vor. Er ist die innigste Verbindung zwischen Natur und Kultur, zwischen Schöpfung und Zivilisation.

Noch ämol: Mannem odda Monnem? Dande (Tante) odda Donde? Kannsch odda konnsch? Ranze odda Ronze? Eigentlich ist es einfach: Das schriftliche Alphabet besteht aus starren Zeichen. Ein A ist ein A, ein R ist ein R. Unser Alphabet hat 26 Buchstaben. In unserer schönen Hochsprache, mehr noch in den klangvollen Dialekten gibt es aber tausende von Lauten. Diese akustische Vielfalt kann schriftlich nicht exakt widergegeben werden, selbst wenn wir Dutzende Zeichen dazu erfinden würden.

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