14 Dez

Lese-Empfehlungen III

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

Suona – ein schönes Wort. Ist es Finnisch? Japanisch? Chinesisch? Oder doch aus einer viel näheren, viel ferneren Sprache?

Kurt Guss und Eckart Koellreutter: Suona – zwei Kriegskinder sprechen über Schuld und Versöhnung. Heureka! Verlag der Ostwestfalen-Akademie. Borgentreich 2019.

Kurt Guss und Eckart Koellreutter, zwei Psychologen, gehen das Wagnis ein, sich in einem offenen Dialog den Fragen nach der Verstrickung ihrer Väter und Großväter in die Verbrechen NS-Deutschlands zu stellen. Und was das mit ihnen macht.

Wem Lesen dialogisches Denken ist, wird viel gewinnen bei der Lektüre dieses Buches.

Dies gilt auch für folgende Bücher:

Alexander Kogan (Hg.): Esterka Margolis. Eine Überlebende der Shoa.
Heureka! Verlag der Ostwestfalen-Akademie. Borgentreich 2018.

Ella Dor-On: Esterka – The Number on Grandmother’s Arm. Heureka! Verlag der Ostwestfalen-Akademie. Borgentreich 2019.

"Wir sind die Letzten. Fragt uns aus. Wir sind zuständig." So lauten Anfang und Schluss des bekannten Gedichtes von Hans Sahl aus dem Jahre 1973. Das war früh gesagt; denn auch danach lebten noch lange Opfer und Täter. Und Widersteher. Gerade die sollten wir nicht vergessen. Auch wenn es vielleicht nicht viele waren. Was wissen wir wirklich über sie? Wären wir mehr gewesen? Mutiger? Standhafter?

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07 Dez

Lese-Empfehlungen II

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

Unsere Freude sei ein Haus – bedacht

Susanna Martinez: Dem Meer an der Küste gleich.
Gedichte und Aphorismen.
Hans-Peter Schwöbel: Fotos und Essays.

Verlag Waldkirch. Mannheim 2016. S. 69.

Mit diesem Text- und Bildband können Sie sich und Ihren Lieben den amerikanischen Traum erfüllen: Buy one – get two! Sie finden feine, denkliche Aphorismen und Gedichte von Susanna Martinez, verbunden mit poetischen Fotografien und Essays von Hans-Peter Schwöbel.

Über Martinez‘ Texte in diesem Buch schreibt Günther Grosch in der RHEIN-NECKAR-ZEITUNG: „Susanna Martinez treibt das Wort in die Enge. Sie scheint mit der Sprache zu reden. Diese gibt ihr unerwartete Bilder zurück. Hier hat jemand das Gedicht in fingerbreite Streifen Niemandsland zwischen Sprechen und Verstummen angesiedelt.“

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30 Nov

Lese-Empfehlungen I

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

In der Welt der Menschen gibt es ein Reich, in dem unaufhörliches Wachstum möglich und wünschenswert ist: das Reich des Geistes. Niemand und Nichts sollte uns daran hindern, heute ein wenig aufmerksamer, neugieriger, belesener, gebildeter, wissender, klüger, aufgeklärter, humorvoller, besonnener, erfinderischer, kritischer und mutiger zu sein als gestern. Und morgen darf es von all dem wieder etwas mehr sein als heute. Und so fort.

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