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Gemälde: Waltraud Gossel (Ausschnitt)
Die guten Bösen und die bösen Guten
Hans-Peter Schwöbel
„Wenn gute Menschen schlechte Menschen schlagen, geschieht denen recht!“ (Jiang Qing, vierte Gattin Mao Zedongs, vor Schülern. Zitiert in DIE WELT AM SONNTAG, 12. Juli 2026, Seite 54)
Im Beitrag von Peter Dittmar ist weiter zu lesen:
„Der vor 2000 Jahren lebende gelbe Kaiser Qin Shihuangdi habe 406 konfuzianische Gelehrte lebend begraben lassen, spottete Mao Tse-tung einmal, „wir haben einige Hunderttausend Konterrevolutionäre unter die Erde gebracht. Mehr als 46.000 Intellektuelle waren darunter. Wer mich als Qin Shihuangdi beschimpft, hat recht. Nur – ich bin hundertmal schlimmer.“ (Zitatende Mao)
Mit der sogenannten Großen Proletarischen Kulturrevolution, den „Zehn verlorenen Jahren“ von 1966 bis 1976, vervielfachen sich diese Zahlen. Offizielle Angaben gibt es dazu nicht. Deshalb schwanken die Schätzungen zwischen 1,2 und drei Millionen, die ihr Leben verloren. Annähernd ähnlich viele blieben durch Folter während der Verfolgung und der Haft lebenslang behindert. Insgesamt sollen damals bis zu 30 Millionen malträtiert, verhaftet und eingekerkert worden sein. Zugleich wurden rund 100 Millionen als Familienangehörige, Freunde, enge Bekannte der Verfolgten in „Sippenhaft“ genommen – bei einer damaligen Gesamtbevölkerung Chinas von rund 825 Millionen.“
Soweit Peter Dittmar.
Der Völker-Schlächter Mao Zedong, rühmt sich seiner Bosheit, Grausamkeit und Dummheit und verhöhnt seine Opfer.
Was hat das mit uns zu tun?
Am ersten Juliwochenende haben in Erfurt hunderte von bekennenden, aber meist maskierten, ANTIFA-schisten folgende Verse gesungen:
„Kleiner Nazi, sei nicht dumm, folg dem Führer, bring Dich um!“
„Ein Baum, ein Strick – ein Nazi-Genick!“
„Nazis, gibt’s in jeder Stadt, bildet Banden, macht sie platt!“
Das sind Aufrufe zu Lynchjustiz. Andersdenkende werden körperlich angegriffen. Ihre privaten und dienstlichen Adressen werden unter ANTIFA-schisten verbreitet.
Ein tausendfach gebrüllter Ruf, nicht nur in Erfurt, lautet: „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda!“ Die Brüll-Szenen zeigen, dass die Brüller nicht wissen, wen sie vor sich haben, wer ihrem aufgestachelten Stumpfsinn und Hass zum Fraß vorgeworfen wird. Es interessiert sie auch nicht.
Mir ist nicht bekannt, dass ÖRR-Sender diese Vorgänge darstellen und kritisch kommentieren. Phrasenhafte Verurteilung von Gewalt, wie wir sie von linken und bückbürgerlichen (Ulf Poschardt) Parteien und hohen Amtsinhabern, aber auch von Kirchen hören, ist an Heuchelei nicht zu überbieten.
Seit Jahren findet in der woken Linken Majorisierung durch Maoisierung statt. Gewalt gegen Personen, Sachen und öffentliche Einrichtungen (Bahn, Energieversorgung etc.) nehmen zu.
Gutmenschen klammheimlichen und schweigen.
Diese Schweigheit – ist sie Dummheit, ist sie Feigheit?
Der Schwöbel-BLOG am Samstag, 25.07.2026








