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Der Schwöbel-BLOG am Samstag vom 04. Januar 2020 beginnt und schließt als Gebet. Ich wollte das Jahr mit positiven Gedanken beginnen.
Umso deutlicher will ich heute auf ein Übel eingehen, das wir so beim nächsten Jahreswechsel nicht mehr akzeptieren sollten: Das Neujahrs-Feuerwerk.
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Diese Redensart ist Ihnen wohl vertraut: „Mir geht ein Licht auf.“
Möge uns das neue Jahr aufgehen wie die Sonne. Wie der Mond. Möge es uns aufgehen wie eine Hänge-Kätzchen-Weide. Möge uns das Jahr aufgehen wie ein Licht. Wie die Augen. Besonders kostbar sind Lernprozesse, die dazu führen, Illusionen zu verlieren. Auch wenn’s weh tut.
Regen bringt Segen. Möge uns das Jahr aufgehen, wie ein langer, zärtlicher Regenschauer. Möge uns das neue Jahr und das neue Jahrzehnt aufgehen wie ein Schwarm guter Gedanken und Gefühle, in den Himmel gesät, mit leichter Hand und breitem Wurf.
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Immanuel Kant ist vielleicht der bekannteste, aber nicht der einzige Denker, der leidenschaftlich gerne beim Gehen dachte. Gehen, Schreiten, Laufen und Denken sind Bewegungen, die einander beflügeln können. Auf einem Spaziergang in Feld, Wald und Flur, auf einem Friedhof, im Park, am Fluss, am See können Verstehen und Poesie gedeihen. Der Geist bewegt den Körper. Der Körper bewegt den Geist.
Danken - Denken
Denken und Danken wachsen in den germanischen Sprachen aus der selben Sprachwurzel. Wenn ich mich bei jemandem bedanke, sage ich ihm, ich denke an Dich. Ich werde nicht vergessen, was Du mir Gutes getan hast.
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Wir kommen von weit: Höhlenmenschen sind wir und Nomaden offener Savannen. In die dunklen Gewölbe von Kirchen und Kaschemmen zieht es uns ebenso wie an die Ufer ingwerfarbener Weizenfelder. Wir steigen aus dem Wasser, kriechen aus der Erde, klettern von den Bäumen, landen aus der Luft.
Deshalb duftet uns Erde so gut. Deshalb lieben wir den Fluss als nimmermüden Begleiter. Deshalb erkennen wir in den Bäumen unsere Brüder.
Suona – ein schönes Wort. Ist es Finnisch? Japanisch? Chinesisch? Oder doch aus einer viel näheren, viel ferneren Sprache?
Kurt Guss und Eckart Koellreutter: Suona – zwei Kriegskinder sprechen über Schuld und Versöhnung. Heureka! Verlag der Ostwestfalen-Akademie. Borgentreich 2019.
Kurt Guss und Eckart Koellreutter, zwei Psychologen, gehen das Wagnis ein, sich in einem offenen Dialog den Fragen nach der Verstrickung ihrer Väter und Großväter in die Verbrechen NS-Deutschlands zu stellen. Und was das mit ihnen macht.
Wem Lesen dialogisches Denken ist, wird viel gewinnen bei der Lektüre dieses Buches.
Dies gilt auch für folgende Bücher:
Alexander Kogan (Hg.): Esterka Margolis. Eine Überlebende der Shoa.
Heureka! Verlag der Ostwestfalen-Akademie. Borgentreich 2018.
Ella Dor-On: Esterka – The Number on Grandmother’s Arm. Heureka! Verlag der Ostwestfalen-Akademie. Borgentreich 2019.
"Wir sind die Letzten. Fragt uns aus. Wir sind zuständig." So lauten Anfang und Schluss des bekannten Gedichtes von Hans Sahl aus dem Jahre 1973. Das war früh gesagt; denn auch danach lebten noch lange Opfer und Täter. Und Widersteher. Gerade die sollten wir nicht vergessen. Auch wenn es vielleicht nicht viele waren. Was wissen wir wirklich über sie? Wären wir mehr gewesen? Mutiger? Standhafter?









