Wenn der Fahrplan 8:12 Uhr sagt …
Foto: Hans-Peter Schwöbel
Dann und dann und dann …
Hans-Peter Schwöbel
Ich zitiere weiter den Essay von Fatina Keilani, Redakteurin im Ressort Meinungsfreiheit DIE WELT print und digital, 24.07.2026:
…
"Wenn Mehrheiten sich ändern, dann ändert sich auch die Regierungspolitik. Wenn Regierungen scheitern, dann können sie abgewählt werden.
Wenn der Fahrplan 8:12 Uhr sagt, dann fährt der Zug um 8:12 Uhr ab. Wenn eine Brücke marode ist, dann wird sie saniert und nicht wegen Einsturzgefahr gesperrt. Wenn eine Baustelle eingerichtet ist, dann wird dort auch gearbeitet. Wenn ein Bauantrag vollständig ist, dann wird er in Wochen entschieden, nicht in Jahren.
Wenn jemand in die gesetzliche Krankenkasse einzahlt, dann bekommt er zeitnah einen Arzttermin. Wenn der Arzt ein Rezept ausstellt, dann ist das Medikament verfügbar. Wenn ein Krankenhaus den Patienten entlässt, dann ist die Nachversorgung organisiert.

Foto: Hans-Peter Schwöbel
Wenn – dann
Wer will, der kann!
Hans-Peter Schwöbel
Einer meiner großen Lehrer, Karl Popper, sagt: „Es gibt keine Legitimation, einen Vortrag zu halten oder einen Essay zu veröffentlichen, außer, um zu provozieren. Popper war ein leiser, höflicher, freundlicher Mann. Provozieren stellte er sich nicht als dreistes Getue vor, sondern als geistiges Herausfordern. In seiner Tradition sehe ich mich.
Foto: Hans-Peter Schwöbel
Pälzer Heimatsunn
Hanns Glückstein
„Wannerscht froh dursch’s Pälzer Lännel,
Dursch die Wälder, dursch die Wies,
Laafscht uff goldisch gschticktem Bännel,
Määnscht, du wärscht im Paradies.“
Wenig später ruft Glückstein aus:
„Hei, des gibt ä frohi Fahrt
Niwwer an die Pälzer Haardt!“
Glücksteins kleine Glückssplitter wollen Sie einladen, am Sonntag, 23. August 2026 niwwer an die Pälzer Haardt zu fahren. Genießen Sie, was Sie nicht abstellen können: Die Pälzer Sunn. Unter allen möglichen Reisezielen gehört für uns Kurpfälzer und Pfälzer die Fahrt an die Weinstraße sicher zu den umwelt- und klimaschonenden.

Gemälde: Waltraud Gossel (Ausschnitt)
Austausch mit Andersdenkenden
Hans-Peter Schwöbel
Wie bei allem Wissen und Verstehen, ist es nicht allein mein Verstand, der klären kann, ob ich mich seiner bediene, sondern der unaufhörlich offene Dialog. Dieser Dialog erfolgt nicht nur mit meinen Mitmenschen, sondern auch mit Menschen, die Jahrtausende vor mir gelebt haben und tausende Kilometer weit von mir entfernt leben. Und meine eigenen Gedanken und Worte richten sich an die Nahen, an die Fernen und an die Zukünftigen, wenn ich letztere auch nicht konkret kennen kann. Vielleicht tragen meine Wahrnehmungen, Gedanken, Fragen und Einsichten dazu bei, dass sie mir ein wenig ähnlich werden.

Gemälde: Waltraud Gossel (Ausschnitt)
Wer oder was denkt in mir?
Hans-Peter Schwöbel
„Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ (Immanuel Kant) „Sapere aude!“ - Wage, weise zu sein! (Horaz, 20 v. Chr.)
Horaz zitiere ich, um daran zu erinnern, dass die Grundfragen der Aufklärung schon Denker der Antike beschäftigt haben. Auch Horaz war sicher nicht der erste. Nichts spricht dagegen, dass nicht nur Philosophen diese Gedanken in sich und mit ihren Denkkumpeln bearbeitet haben, sondern auch viele sogenannte einfache Menschen. Nach meiner Erfahrung sind Philosophen, Wissenschaftler und Künstler umso bereichernder für ihre Mitmenschen und ihre Kultur, je mehr sie selbst auch einfache Menschen sind.










