09 Nov

Die Neunten November

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

Der erste Monat,
in dem der nächste Frühling
blüht, heißt November
(Haiku)

Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag. Dazu die Deutschen Neunten November: Deutsche Republik: 1918. Scham und Schande: 1938. Großes Glück: 1989. Nicht zu vergessen den 08. November 1939, an dem Georg Elser, der einfache Mann und klare Geist, versuchte, der Geschichte in die Speichen zu greifen. Hohe Achtung vor ihm.

In Deutschland gibt es im November besonders viele Denk-, Dank-, Erinnerungs-, Trauer-, Hoffnungs- und Besinnungstage. Es sind Gründe zum Feiern. Einer bestimmten, fast vergessenen Art zu feiern. Wenn wir diese hohen Feier-Tage mit Geist und Herz begehen, tun sie uns wohl – mehr als alles "Hauptsache-Ihr-habt-Spaß"-Getöse.

Wir spüren, wie das Halligalli sich abnutzt, weil es zu viel davon gibt und Wahrnehmen, Denken, Danken und Besinnung zu kurz kommen. In sich gehen, zu sich kommen, statt sich von außen durch Geplapper und Geklapper veräppeln, framen und vereinnahmen zu lassen.

Der Schwöbel-BLOG am Samstag, 09. November 2019

p.s.

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Sa, 16. November 2019, 19:00 Uhr

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Fon: 06201 51207
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