05 Okt

Ja zur Deutschen Einheit

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

Vor dreißig Jahren, am 07. Oktober 1989, rechtzeitig zum 40-jährigen Jubiläum der DDR, begann dieses verantwortungslose und von Anfang an misslungene Experiment mit der kostbaren Lebenszeit von Millionen Menschen nicht nur zu wanken – das tat es schon jahrzehntelang. Es begann zu fallen. Die Aufstände der Mutigen waren so wuchtig, und das Gewaltvermögen der zerfallenden UdSSR ebenso wie das der Herrschenden in der DDR so geschwächt, dass niemand wagte, die Verbrechen gegen das Volk wie am 17. Juni 1953, beim Ungarnaufstand 1956 und dem Prager Frühling 1968 zu wiederholen. Dennoch hätte es ohne die Besonnenheit so vieler Akteure zu schrecklichen Entwicklungen kommen können. Dass dies nicht geschah, gehört zum glücklichen und höchst achtbaren Erbe der deutschen Revolution von 1989.

Ich war sofort für die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten und erinnere mich noch gut, dass ich selbst das Verhalten Helmut Kohls als zu zögerlich empfand. Noch Ende 1989 schrieb ich den Essay, den ich unten unverändert widergebe.

Weiterlesen
28 Sep

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

Vor wenigen Tagen kamen meine Frau und ich in Mannheim wieder einmal in den Genuss wunderbarer Feigen. Ein großer Baum, mitten in den Quadraten, bot für dieses Jahr die zweite köstliche Tracht. Ende September. Sonnen-Tracht im Klimawandel.

Dieser BLOG gilt einem Baum, der in besonderer und wohlschmeckender Weise die Bibel und das Heilige Land, mit unsrer schönen Heimat am Rhein verbindet. Neben der Palme, dem Weinstock, dem Ölbaum und dem Dornbusch gehört der Feigenbaum zu den besonders bedeutungsvollen Pflanzen der Bibel, die gerne zu tiefgründigen Gleichnissen herangezogen werden.

Weiterlesen
21 Sep

Herr Grööö in Wien

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

Er kann nicht singen. Wenn er spricht, versteht man‘s nicht. Nicht etwa, weil er einen kostbaren, seltenen Dialekt spräche. Nein, man versteht ihn schlecht, weil er spricht wie er denkt: verquast, gequetscht, genuschelt. Seine „Lieder“ sind Ansammlungen von Pseudo-Poesie. Reime rumpeln. Bilder hängen schief. Vergleiche hinken auf allen Vieren. Viellärmumnichts. Poesie geht anders. Aufklärung auch.

Weiterlesen